Am 11. Oktober ist es soweit, ischroedi.de wir genau 1 Jahr alt.
Was gabe es denn bisher zu lesen und wie wurde aus ischroedi das was er jetzt ist?
Nun begonnen habe ich mit dem Bloggen bereits 2005, damals war es eigentlich nur just 4 fun. Ich war als Redaktionsmitglied bei Radiotux und habe wahrscheinlich über mein Buch (Der eigene Rootserver) berichtet. Gleichzeitig alle notwendigen Hintergrundinformationen in meinem Wiki zum Buch veröffentlicht. (Der Rezensator bei Amazon konnte also wirklich Google bedienen – Herzlichen Glückwunsch)
Das war der Einstieg ins Web zwo null. Naja eigentlich habe ich das Internet eigentlich nie als Zwo null gesehen, sondern eher als das was es schon immer war. Informationsquelle fürs Arbeiten.
Durch Zufall bin ich dann im vergangenen Sommer auf einer Firma gestossen, die übers Internet ihre Produkte vertrieben hat und habe damit per Zufall- wohlgemerkt sehr schnell ein paar Euro nebenbei verdient. Nicht wirklich so viel, dass man reich werden konnte, aber die Serverkosten von knapp 40 Euro im Jahr waren dann schon mal gedeckt.
Auf der Suche nach jemandem der sich mit SEO (Suchmaschinenoptimierung) auskannte bin ich mit verschiedenen Scharlatanen in Gespräch gekommen. Die haben immer von sowas wie Linkverzeichnissen, Artikelverzeichnissen und gezielten Blogkommentaren gesprochen. Dafür wollten sie natürlich richtig satt Geld sehen. Der
günstigeste Anbieter hat knapp 1000 Euro verlangt, für gezielte (Spam) Kommentare in Blogs wohlgemerkt. Ich habe mich dann erstmal fürs selbst machen entschieden. Und habe mir dann das erste Buch gekauft, um zu wissen was Deeplinks, Themenrelevanz, LongTail und das ganze andere SEO Zeugs ist.
Dicht gefolgt von Ruby on Rails Hype. Bis dahin wollte oder habe ich immer alles mit JAVA versucht zu programmieren. Doch Rails war bedeutend einfacher, was bei Java Ant, Hibernate oder JPA, JBoss oder Tomcat war und in Klassen oder Pakete gekapselt wurde war in Rails alles in einem Framework vorhanden. Mit dem Befehl rails hatte man ein komplett neues Projekt angelegt inkl. Struktur und die weitere Generatoren erleichterten das Leben ungemein. Struktur und Konvetionen wurden von Hause aus mitgeliefert. Man benutzte einfach rake und hatte ein komplett neue Datenbank angelegt, die Tabellen migriert – je nach Tasks konnte man automatisierte Tests laufen lassen oder andere Schweinerein selbst programmieren.
Eines meiner ersten Bücher für und mit Rails war “Webanwendungen mit Ruby on Rails: Der Praxiseinstieg von Installation bis Testing” und
Erweiterung – genial geschrieben, wenn nicht die ganzen sinnlosen IDEs gewesen wären auf dem Mac gibts Textmate und der ist auch vollkommen ausreichen. Linux Freaks würden den VI verwenden. Aber ein normaler Texteditor ist vollkommen ausreichend.
Nachdem ich mich bereits seit 1998 mit Internet und den entsprechenden Datenbanken, Linux Servern und dem WWW beschäftige konnte das nicht wirklich im Sinne des Erfinders sein. Hallo, warum sollte ich jemandem 1000 Euro in die Hand drücken, nur damit er sich auf Seiten einträgt auf denen ich viel besser meine Links unterbringen kann. Vor allem noch mit vielen coolen Artikeln “Rootserver Workshop bei Pro Linux” (Auszüge aus dem oben erwähnten Buch) – leider war natürlich alles aus dem Linux Umfeld und ich dachte nicht im entferntesten daran, dass man damit Geld verdienen könnte.
Ganz nebenbei fällt mir gerade auf, dass meine ischroedi.org leider an einen Domaingrabber übergangen ist. inkl. der links die drauf waren. Toll. So ein Mist. Kein schönes Geschenk zum Geburtstag.
In den vergangen 364 Tagen haben ich mich über Linux, Rails, Ruby, SEO Anfänger, Gina Lisa Videos und anderem Schrott bis auf das Hochgebloggt was ischroedi.de jetzt ist – nicht wirklich viel, aber immerhin eine sehr sehr interessante abwechslungsreiche Seite, die sich mit viel Mist beschäftigt.
Mein Leben im Blog
Aber das was in den letzten Monaten auf ischroedi.de zu sehen war/ist – sind die Themen über die ich mich amüsiert haben oder die mich beschäftigt haben. Oder vielmehr gesagt mit denen ich mich beschäftigt habe.
Geld verdienen im Internet
Wie kann man nun mit so einem Blog Geld verdienen? Ich habe keine Ahnung, bisschen Adsense auf die Seiten und das eine oder andere Partnerprogramm um die Serverkosten zu decken und damit war es das dann, aber mit dem neuen Railsprojekt ( Poppster.de oder wie es zukünftig heissen sollte Mplace.de) das ich mit einem Freunde zusammen plane und organisiere (Danke Fritzek) könnte wesentlich mehr daraus werden.
Du bekommst dein eigenes Blog, dein eigene Fotocommunity, dein eigenes Forum und kannst dir dort ohne andauernde Worpress Installation völlig neu Orientieren. Teile deine Interessen mit anderen und teile deinen Freunden mit, was dich gerade beschätigt. Das ganze hat bereits in den ersten 4 Wochen ordentlich an Traffic zugelegt. Die ersten kleinen Fehler haben wir auch schon beseitigt und eine geniale Infrastruktur in Ruby on Rails aufgebaut.
Binnen weniger Minuten können wir von einer Version auf eine andere Switschen, ohne dabei dem Benutzer eine Downtime zu bescheren. (Zweites Danke an Fritzek) – Also das was Yigg. Tausende von Usern gekostet hat bei letzten Launch. Sollte (!! – Internet kann manchmal grausam sein) bei uns nicht passieren.
Ob wir damit Geld verdienen?
Das wird sich zeigen. Gegenfrage, welches Internetunternehmen verdient eigentlich Geld mit seinen Seiten? Die Monetarisierung von Startups ist derzeit eines der schwierigsten Probleme überhaupt. Entweder man nimmt sich einen VC mit ins Boot, der dann auch mitbestimmen will oder man wurschtelt sich neben der eigentlichen Arbeit, die man braucht um die Familie zu ernähren, durch.
Wir haben uns für die 2. Variante entschieden, denn einen externen Bestimmer wollte ich im Kindergarten schon nicht haben. Also jetzt auch nicht.
In diesem Sinne, wir wurschteln weiter und werden vermutlich ischroedi.de in Zukunft als Web2.0 Startup Blog missbrauchen, ohne jetzt die anderen Themen voll und ganz zu vernächlassigen. So nach dem Motto – Wir zeigen euch, wie man es nicht machen sollte – Startup Anti Pattern quasi. (Ist die Domain noch frei??)
Mein Geburtstagswunschzettel findet ihr bestimmt bei Amazon !!! Für coole Geschenke gibt auch einen extra Link und einen Blogpost dazu
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{ 1 comment… read it below or add one }
Na, liebes Geburtstagskind! Das ist doch mal ein wunderbarer Rückblick mit selbstkritischem Fazit, der alles sagt, nichts beschönigt und trotzdem die Hoffnung gibt, das es auch einen 2. Geburtstag geben wird. Ich drücke Dir ganz fest die Daumen und wünsche Dir immer den richtigen Content für Dweinen Blog. Alles Gute zum Geburtstag!!!!